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Restaurierung einer Vespagabel <- Zurück zu: Tipps&Tricks
 

Zur Einleitung des folgenden Do-it-yourself Berichtes wäre zu sagen, dass die vorliegende Gabel von einer Vespa 150 VBB, Bj. 62 stammt. Die Unterlagen gelten aber auch für jede Sprint, GL, Rally, GS und 8-Zoll Gabel, Unterschiede gibt es hier nur bei der Größe der Bremstrommel.

Die Gabel von Small Frames, 160GS, 180SS, PX und den neueren Baujahren unterscheiden sich vor allem darin, dass sie keine Feder haben, das System ist aber im Großen und Ganzen das Gleiche.

Das Zerlegen der Gabel habe ich mir deswegen erspart, da jeder mit einem gewissen technischen Verständnis eine Vespagabel zerlegen kann.

Wenn man sie nun vom Lackierer zurück erhält, beginnt der Zusammenbau. (Foto 1)

      

Zuerst beginnt der Einbau der Kugellager in die Schwinge, wobei man nur das große Lager, welches Richtung Bremsbacken liegt, einbaut. Eine große Stecknuss, die etwas kleiner als der Außendurchmesser des Kugellagers ist, ist hierbei sehr hilfreich. (Foto 2)

 

Als nächstes wird der Bolzen für Bremsbacken eingebaut, nicht den unteren Federhalter mit Distanzring vergessen. Federhalter gut einschmieren und mit einem Gummihammer hineintreiben. (Foto 3)

 

Nach dem Einbau des Bremshebels und der neuen Bremsbacken den
Sicherungsring der Backen nicht vergessen (Foto 4+5)

     

Dann kommt erst die Hauptwelle, die vor! dem kleinen Kugellager mit einem Gummihammer hineingetrieben wird. dann den Distanzring auf die Welle schieben (siehe Pfeil) und erst dann das kleine Kugellager hineintreiben. Ansonsten vor Welle vor das Kugellager zu sehr belasten. Danach großen Distanzring auf Kugellager legen, mit 22er Stecknuss große Mutter anziehen und Staubschutzklappe aufschrauben, Kugellager vorher gut einfetten (Foto 6)

 

Danach kann schon die Schwinge auf die Gabel gebaut werden. Vorher sollte man die Nadellager in der Gabel überprüfen, sollten die Nadeln rau sein, gibt es für jede Gabel fertige Reparatursätze zu kaufen. Nadellager gut fetten und Bolzen von Bremsbackenseite her durch die Schwinge und Gabel treiben. Distanzen nicht vergessen! (Foto 7)

      

Bevor man die Feder einbaut, Federhalter oben auf Feder
schieben (Foto 8), Feder vorher auf Federhalter drehen
und danach oben mitleichten Schlägen eines Gummihammers
auf die obere Bohrung des Federhalters treiben.
Gut festziehen (Foto 9).

 

Stoßdämpfer oben anschrauben und unten, wobei man es sich etwas leichter
macht, wenn man die Gabel etwas belastet. (Foto 10).

 

Als letztes baut man noch die Tachoschnecke ein, die neuen Schmiernippel, die
Bremstrommel, das Vorderbremsseil und die Tachowelle. (Foto 11).

     

Auf die Schwinge kommt dann noch eine Abdeckung aus dem Zubehörhandel und
fertig ist die Gabel. (Foto 12)

 

Bericht von Zagar Robert (VC-Köflach), auch erschienen im ROLLERJOURNAL